85. Die wahre Gesellschaft.

Ich habe bereits über das Thema Gesellschaft gesprochen bzw. geschrieben.
Aber nun möchte ich einen weiteren Aspekt für die bzw. eine Gesellschaft erklären.
Zunächst stellt sich die Frage, was genau ist denn eine Gesellschaft oder die Gesellschaft, wer ist die Gesellschaft und wodurch definiert sich diese?
Wie wird man Teil der Gesellschaft?
Um es kurz zu machen, die Gesellschaft ist das Kollektiv selbst.
Man braucht also nicht erst Teil der Gesellschaft werden, denn man ist bereits Teil der Gesellschaft, ohne jede Ausnahme.
Doch zu einem gewissen Grad ist die Gesellschaft lediglich ein Symbol, keine Einzelperson, kein einzelner Mensch, um es so zu erklären.
Also ist die Gesellschaft das gesamte, kollektive Bewusstsein aller Menschen.
Was bedeutet das nun genau?
Im Grunde bedeutet es, das es keine Ausgrenzungen in einer Gesellschaft gibt, sondern nur Integration.
Das heißt buchstäblich, das sich der einzelne Mensch NICHT an die Gesellschaft anpassen braucht, sondern die Gesellschaft sich an jeden einzeln anpassen muss. Jeder einzelne muss tatsächlich berücksichtigt und integriert werden, jede Meinung, jeder Blickwinkel, ob man persönlich nun mit diesem konform geht oder nicht, man muss tatsächlich lernen zu akzeptieren, das es nicht nur den eigenen Blickwinkel gibt, sondern sehr viele, die alle, ohne Ausnahme akzeptiert werden müssen.

Ein Beispiel, Menschen, bei denen ADS bzw. ADHS diagnostiziert wird. Sie werden auf die Art und Weise, wie sie sind häufig ausgegrenzt und es wird oft erwartet, das sie sich anpassen, an die aktuelle Gesellschaft. So wird diesen Menschen Ritalin gegeben, um ihnen scheinbar zu helfen, doch tatsächlich setzt man diese Menschen unter Drogen, damit es für alle anderen leichter ist, man akzeptiert diese Menschen nicht so, wie sie tatsächlich sind.

Doch in einer Gesellschaft ist es wichtig zu erkennen und zu verstehen, das es Menschen gibt, die anders sind und nicht mehr in das eigene Denkmuster passen.
So ist die einzige Möglichkeit das eigene Denkmuster zu erweitern, es anzupassen mit den neuen Informationen, die man durch andere Blickwinkel erhält. Erst dann wird man auch einen gemeinsamen Konsenz finden können.

Also ist es tatsächlich so, das sich die Gesellschaft an jeden einzelnen anpassen muss, jeden einzelnen berücksichtigen, wie auch integrieren muss, nicht umgekehrt. Kein Mensch muss sich einem Symbol anpassen. Kein Mensch braucht das zu tun, denn das wäre als würde man den Menschen in eine Form pressen, ihn zu etwas anderen machen als das, was er wirklich ist.
Das Resultat ist Unzufriedenheit und die wird sich auf die gesamte Gesellschaft auswirken.
Ich vergleiche das immer mit dem natürlichen Zustand.
Ein natürlicher Zustand ist, wenn ein Mensch das leben kann, was er ist, was in ihm ist und man in keine Form gepresst wird, um irgendjemanden gerecht zu werden. Denn dieser natürliche Zustand kommt IMMER an die Oberfläche.
Man kann es mit einem mit Luft gefüllten Ball vergleichen, der auf dem Ozean schwimmt.
Das ist der natürliche Zustand, er schwimmt oben und lässt sich durch die Strömung, wie auch den Wind treiben.
Er wird nicht gezwungen irgendwo anders hin zu schwimmen, er wird auch nicht gezwungen abzutauchen.
Doch was geschieht nun, wenn man den natürlichen Zustand unterdrücken möchte? Man drückt den Ball nun unter Wasser. Wer nun in Physik aufgepasst hat weiß, das um den Ball unter Wasser zu drücken eine Kraft aufgewendet werden muss.
Das heißt der, der den natürlichen Zustand unterdrückt muss viel Energie dafür aufbringen, um diesen zu unterdrücken.
Je länger das dauert, desto mehr Energie muss dafür aufgebracht werden und der Ball wird, das kann ich jeden zu einhunder Prozent versichern, der Ball wird zurück zur Oberfläche gelangen, zurück zum natürlichem Zustand.
Genauso ist es auch mit dem Menschen.
Wird der Mensch unterdrückt, wird der Mensch in seiner Art und Weise, in seiner Selbstverwirklichung unterdrückt, wird er irgendwann ausbrechen und ohne Rücksicht auf Verluste das tun, was dieser für sich selbst tun möchte und auch für sich selbst als richtig empfindet.
Jemanden an die Gesellschaft anpassen zu wollen ist demnach Sinnlos, unlogisch und nicht möglich.
Die Gesellschaft wird also nur dann funktionieren, wenn sie sich an jeden einzelnen anpasst, jeden einzelnen integriert.

Nun glauben einige sicher, dass das doch gar nicht möglich sei. Doch, es ist möglich, es ist sogar sehr einfach, jedoch ist es dafür notwendig tief in sich zu gehen.
Es ist notwendig, das man mit sich selber in Kontakt kommt, sich mit den eigenen Vorurteilen auseinander setzt, denn, man muss dafür anfangen jedes Leben vollständig zu akzeptieren und zu respektieren so, wie es ist.
Völlig gleich, ob man die gleiche Meinung hat, oder vollkommen anders denkt. Vollkommen gleich, ob die Interessen vollkommen woanders liegen, gegenseitiger Respekt, sowie gegenseitige Akzeptanz sind Grundvoraussetzung einer funktionierenden Gesellschaft und damit tun sich noch viele Menschen sehr schwer.

Solange es an gegenseitigen Respekt oder Akzeptanz fehlt, werden jene Menschen immer asozial sein, weil sie nicht imstande sind andere Menschen so zu akzeptieren, wie sie sind. Und besonders wichtig ist es auch zu verstehen, sowie zu erkennen, das Akzeptanz, wie auch Respekt immer bei jedem selber anfängt.

Liebe dich selbst so, wie du bist. Akzeptiere dich selbst so, wie du bist und vor allem, respektiere dich selbst so, wie du bist, erst dann wirst du auch anfangen können andere zu lieben, zu akzeptieren, wie auch zu respektieren.
Spiegel dich selbst. Das bedeute, erkenne dich selbst in deinem Gegenüber. Erst dann wird man auch das nötige Verständis füreinander aufbringen können.
So höre auch damit auf alles persönlich zu nehmen, denn das, was andere sagen richtet sich niemals gegen dich, sondern immer nur gegen sich selber. Das heißt, zum Beispiel, wenn man beleidigt wird, dann drückt diese Person einfach nur sein Empfinden aus, welches absolut nichts mit dem eigenem Empfinden zu tun hat.
Aber viele fühlen sich sofort angesprochen, weil sie alles immer auf sich beziehen und die eigenen Probleme auf alle anderen projezieren.
Man kann lernen damit umzugehen das zu erkennen, aber genauso kann man aufhören die eigenen Probleme auf andere zu projezieren, wie auch damit aufhören alles auf sich selber zu beziehen. Also hören wir auf alles immer persönlich zu nehmen, denn dann werden wir auch offen für die Botschaft sein, die uns unser Gegenüber vermitteln möchte.