80. Die Bedeutung von Rassismus

Rassismus ist ein Thema, welches viele Menschen lieber meiden würden, dennoch wird es oft diskutiert.
Fragen wir irgend einen Menschen, ob dieser rassistisch wäre, wird die Antwort häufig nein lauten.
Doch darf sich jeder natürlich erstmal fragen, was Rassismus eigentlich genau ist?
Häufig wird gesagt, das Rassismus die Diskriminierung von Menschen mit anderer Herkunft ist, sogenannte Ausländerfeindlichkeit, was durchaus ein Grund ist, weshalb viele Menschen häufig sagen, das sie keine rassisten sind.
Doch geht dieses Thema sehr viel tiefer.
Betrachtet man es mal genauer, ist Ausländerfeindlichkeit lediglich ein Aspekt von Rassismus.
Bei Ausländerfeindlichkeit diskriminiert man Menschen, indem man sie voneinander trennt und einen Unterschied zieht, wie zum Beispiel dieser Mensch ist ein Deutscher, dieser ein Engländer, dieser ein Amerikaner, und und und.
Dadurch das man diese Menschen voneinander aufgrund ihrer Nationalität unterscheidet, entsteht natürlich auch die Möglichkeit zu sagen, das dieser Mensch anders ist, weil es ein Amerikaner, ein Deutscher, oder was auch immer ist.
Nun kann man durchaus schon erahnen, wohin es führt.

Für mich ist Rassismus generell die Unterscheidung bzw. Unterteilung von Menschen untereinander. Das fängt durchaus schon bei der Nationalität an, geht weiter über den Job, Wohlstand, Kleidung, und und und.
Dieser Mensch ist ein Politiker, dieser ein Bankangesteller, dieser ein Polizist, dieser ein Kassierer, dieser ein normaler Arbeitnehmer, dieser ein Geschäftsführer, oder oder oder.
Schnell wird auch klar, das es bei diesem Beispiel auch eine gewisse Rangordnung gibt, so wie ein Politiker scheinbar meist über allen anderen steht, viele Vorzüge bezüglich Steuern und anderes genießt, ein Geschäftsführer seine Angestellten regiert, ihnen sagt, was sie zu tun haben und ein Polizist jene die scheinbar unter ihnen stehen maßregeln. Alleine durch Rassismus ist so etwas erst möglich.
Kein Mensch wird zu etwas anderem als ein Mensch nur durch seine Tätigkeit, Kleidung, Wohlstand, oder oder oder. Wenn ein Mensch eine Uniform anzieht, auf der das Wort Polizei steht, ist dieser keinesfalls ein Polizist, sondern bleibt ein Mensch, welcher die selben Rechte hat, wie alle anderen Menschen, keine Sonderrechte, wie viele gerne glauben. Ein politisch aktiver Mensch ist keinesfalls ein Politiker, welcher mehr Rechte hat und Geld von anderen nehmen darf. Ein Mensch, welcher im Besitz einer Firma ist und diese Leitet, ist kein Geschäftsführer und steht niemals über jene, die in dieser Firma tätig sind.
Jemand der kein Geld oder Eigentum besitzt ist kein Obdachloser, sondern ein Mensch.
Wir sind alle Menschen und niemals etwas anderes, aufgrund unserer Kleidung, Tätigkeit, dem was wir besitzen, oder oder oder und wir werden in dieser Form immer ein Mensch bleiben. Niemand hat mehr Rechte oder weniger, niemand steht über oder unter dem anderen, jeder Mensch ist einander gleichberechtigt und ebenbürtig, auf der selben Ebene. Jeder hat die selben Rechte, weder mehr, noch weniger und jeder Mensch darf in seiner Art und Weise so respektiert, wie auch akzeptiert werden wie dieser ist.
Nur wer wirklich jeden Menschen auch als Menschen akzeptiert und keinen Unterschied mehr sieht zwischen sich selber und anderen, ist wahrlich kein Rassist.

Doch endet dies keinesfalls beim Menschen, es geht noch tiefer. Unterscheidet man zum Beispiel Tier und Mensch voneinander, so ist dies noch immer eine Form von Rassismus, denn nicht umsonst sagt man, das der Mensch ein Säugetier ist und somit ebenso zur Gattung der Tiere gehören würde. Doch sind Tiere wie auch Menschen Lebewesen, wie auch Pflanzen, und und und.
Spielt man dieses Spielchen bis zum Ende, landet man beim Leben selber.
Wenn man erkennt, das einfach alles lebendig ist, auch wenn es anders scheint und dennoch nur als Leben betrachtet, hört man auf ein Rassist zu sein.