78. Worauf liegt der Fokus?

Beim Meckern sehr groß, beim Loben ganz klein, welche Rasse könnte das wohl sein?

Generell legt man gerne seinen Fokus auf das, was einem weniger gefällt, man fokussiert sich gerne auf all jene Dinge, über die man sich beschweren kann und weniger bis fast gar nicht auf das, was einem tatsächlich gefällt und wundert sich dann, das man die Welt negativ erfährt oder so vieles schlechtes erlebt. Hauptsache meckern, hauptsache beschweren über Politik, Krieg, Gewalt, Korruption, und und und. Es ist, als ginge man ins Kino, um sich die Filme anzusehen, über die man sich beschweren kann, die Filme, die man überhaupt nicht mag, nur um hinterher überall zu erzählen, wie viele schlechte Filme es auf der Welt gäbe.
Doch seien wir mal ehrlich, wie viele schlechte Filme kennt man selber? Da wird es oft zwei, drei Filme geben, selten jedoch mehr. Doch würde man alle schlechten Filme zusammentragen, würde man all jene kennen, den Fokus tatsächlich auf all jene Filme legen, die man als schlecht bezeichnet, aus welchen Gründen auch immer, gäbe es wohl mehr schlechte, als gute Filme. Genauso verhält es sich mit allem anderen. Legt man den eigenen Fokus auf die Dinge, welche einem weniger gefallen und hat schon eine Vermutung, in welche Richtung es gehen wird, wird man nur sehr selten enttäuscht werden und mit Dingen belohnt werden, über die man sich nach Herzenslust auslassen kann, weil es ja das ist, was man scheinbar tatsächlich möchte, worauf man sich konzentriert.

Doch was kann man tun? Die Antwort ist so einfach, das man damit gar nicht rechnen würden. Einfach umdrehen, gehen und das tun, was einem Freude bereitet.
Natürlich wird dies gerne mit Ignoranz beschrieben, das man doch seine Augen vor den Dingen nicht verschließen kann, das es so viel Leid gibt und man das doch nicht einfach ignorieren und schön reden kann. Natürlich gibt es auch so viele schlechte Filme und da fällt es einem keinesfalls schwer diese nicht zu beachten. Niemand würde auf die Idee kommen zu sagen, wie man nur so ignorant sein kann all den schlechten Filmen keine Aufmerksamkeit zu schenken. Doch warum tut man dies bei so vielen anderen Dingen?
Man beschäftigt sich so sehr mit diesen Dingen, das diese das gesamte Leben bestimmen, die Welt um einem herum wird zu genau dem, womit wir uns beschäftigen.
Indem man sich umdreht und jene Dinge tut, an jene Dinge denkt und beobachtet, welche einem gefallen, tut man etwas sehr bedeutendes für den Frieden. Man entscheidet sich für eine Welt ohne Leid, ohne Krieg, ohne Konflikt, ganz einfach, indem man sich dazu entscheidet und anfängt danach zu leben.
Warum man sich hierbei für Frieden entscheidet, ist sehr einfach. Man folgt seiner Freude. Man tut Dinge, welche einem gefallen und welcher Mensch würde sich über die Dinge beschweren, die einem tatsächlich gefallen? In dem Moment ist man im Frieden, weil man glücklich ist. Wenn man streitet, diskutiert, sich beschwert, ist man in einem Konflikt, welchen man lebt und erlebt. So ist dies der erste und auch ein sehr wichtiger Schritt zu dieser Veränderung. Es ist die Handlung.
Es ist in Ordnung es zu beobachten, um zu erkennen, ob es etwas ist, was man möchte, oder was man nicht möchte. Wenn man es möchte, braucht man lediglich den Fokus auf genau diese Dinge aufrecht zu halten. Man beschäftigt sich einfach immer weiter damit.

Doch ist es etwas, was man nicht möchte, dann wendet man sich davon ab. Man geht einen anderen Weg, eine andere Richtung, in der es nur noch Frieden gibt, weil man sich auf das fokussiert, was tatsächlich gegenwärtig ist, das was einem gefällt. Alles andere ist weit weg.

Man kann ohnehin niemanden helfen oder für jemanden etwas tun in dem Sinne. Man kann lediglich den eigenen Weg gehen, man selber sein so gut es eben möglich ist, zu 100% und das reicht vollkommen aus. Man braucht niemanden zu überzeugen. Man braucht lediglich nur zu 100% man selber zu sein.
Indem man beginnt man selber zu sein, dient man anderen als Beispiel für das, was auch sie sein können. Man ist so etwas, wie ein Leuchtturm für jeden anderen, so das jeder andere erkennen kann, das man so lebt und sich jeder nun selber entscheiden kann genau so zu leben, oder eben nicht. Und das reicht vollkommen. Man kann anderen einen Weg zeigen, den man selber geht, indem man diesen Weg geht, so weiß jeder, das dieser Weg nun vorhanden ist. Doch die Entscheidung, ob man diesen Weg gehen möchte, darf jeder für sich selber entscheiden. Gleiches gilt für den Weg selber. Hat man sich dazu entschieden diesen Weg zu gehen, braucht man nur noch einen Fuß vor den anderen zu setzen und fängt an diesen Weg zu gehen. Man kann sich nicht tragen lassen. Würde man sich tragen lassen, geht man nicht den Weg und wird eventuell unglücklich damit sein.
Genau wie dieses Buch in dem Sinne niemanden helfen wird tatsächlich das Leben zu verändern, so dient es lediglich als Beispiel, welchen Weg man gehen kann, es zeigt meinen eigenen, persönlichen Weg, den ich für mich gehe. Und jeder kann diesen Weg nun sehen. Und jeder kann sich nun dafür entscheiden, ob man diesen Weg nun gehen möchte, oder ob man lieber einen anderen Weg gehen möchte. Die Entscheidung trifft man immer selber und wenn man die Entscheidung getroffen hat, handelt man danach. Man fängt an zu laufen und geht diesen Weg. Dieses Buch wird dabei nicht helfen, es wird diesen Weg nicht für andere gehen können. Es ist einfach nur da und zeigt einen Weg, dem jeden Leser nun zur Verfügung steht. Nicht mehr und nicht weniger. Die Entscheidung liegt bei jedem selbst.