74. Wertesystem

Zuerst möchte ich klären, was das Wertesystem alles beinhaltet.
Im Grunde beinhaltet es sehr vieles, was aktuell in unserer Gesellschaft anwendung findet.
Grundsätzlich wird es verwendet, um die Dinge zu bewerten, ihnen einen Wert zusprechen, sie zu beurteilen, sie zu verurteilen, so wird dieses in nahezu jeder Schule angewand, in jedem Kaufhaus, in jedem Gerichtssaal, im Grunde fast überall.
Besonders Erwartungen, wie auch Wünsche, Träume und auch Ängste haben einen gewissen Wert. Natürlich auch Moralvorstellungen sind eine Bewertung
Nun lässt sich sehr leicht bereits ahnen, wie sehr wir ein Wertesystem in unserem Leben verankert und unseren Kindern gelehrt haben.
Doch ist der Grund, weshalb ich nun darüber schreibe sehr einfach.
All diese Dinge, all diese Ideen folgen lediglich einem einzigem Prinzip.
Es ist, wenn man so möchte, tatsächlich eine Verurteilung auf all den verschiedenen Arten und Weisen, wie sich eine Verurteilung manifestieren und zeigen kann.

Die Dinge zu bewerten, gibt im Grunde an sie zu beurteilen, wie Wertvoll diese sind, das einige Dinge höherwertig, andere minderwertig sind, ohne dabei zu berücksichtigen, das alles den selben Wert besitzt.
Man könnte zum Beispiel sagen, das man die Früchte eines Baumes bewertet, indem man sagt, diese Frucht ist gut, diese ist nicht gut, diese ist schlecht, diese ist unreif, und und und, ohne dabei zu erkennen, das jede Frucht perfekt ist zu dem Moment, wann die Frucht einfach perfekt ist. Somit ist jede Frucht perfekt. Stellen wir uns einmal vor, man hätte lediglich einen Obstbaum, um sich das ganze Jahr über zu ernähren und alle Früchte wären zur selben Zeit reif. Dann würde man entweder sehr viel essen dürfen, oder vieles schlecht werden lassen. Doch wenn die Früchte unterschiedlich reifen, hat man immer genau zum perfekten Moment eine Frucht, in dem Moment, wann man diese benötigt.

In der Schule bewerten die Lehrer die Schüler, ob diese intelligent, dumm, faul sind oder ob sie gelernt haben, wie gut sie lernen, wie gut sie auswendig lernen und auch das schauen sich die Schüler vom Lehrer ab und bewerten für sich die Lehrer, wie sympatisch diese sind, wie freundlich, wie unfreundlich, auch ihre Klassenkammeraden bewerten sie, nach ihrem Auftreten, ihren Kleidungen, den Dingen, die sie besitzen, und und und. Das ist die Bewertung, ob irgendetwas oder jemand besser oder schlechter als jemand anderes wäre, man stellt jemanden über den anderen und andere unter jemanden, wie bei einer Hierarchie. Doch steht niemand über oder unter dem anderen, wer sich selbst über andere stellen möchte, glaubt tatsächlich selber unter diesen zu stehen, weshalb man natürlich alles probiert, um zu zeigen, das dem nicht so ist, das es eher anders herum ist.

Im Gerichtssaal wird verhandelt und das Handeln von jemand verurteilt, man verurteilt hiebei lediglich den eigenen Blickwinkel auf das Handeln des anderen und bewertet dieses als etwas falsches, etwas negatives und überlegt, ob es gerechtfertigt ist, oder nicht.
Wer andere zum Tode verurteilt, verurteilt sich selber zum Mörder. Wer andere zur Haft verurteilt, verurteilt sich selber zur Freiheitsberaubung. Jede Verurteilung ist immer eine Eigenverurteilung. Man verurteilt im Grunde eine Tat, was man selber als etwas negatives betrachtet und bestraft jedoch einen Menschen.

Wünsche, Träume und Erwartungen können negativ betrachtet eine Verurteilung sein, das man darauf beharrt, das die Dinge nur auf diese Art und Weise passieren können, man lässt sie nicht auf die Art und Weise sein und kommen, wie sie sein und kommen möchten. Man versucht sie in etwas zu verwandeln, was diese nicht sind.
Auch Ängste sind eine Verurteilung des eigenen Selbst, eine Ablehnung sich dem zu stellen, was in einem ist.

Viele Menschen glauben zum Beispiel, das andere Menschen, das ihr Tun und Handeln einfluss auf ihr eigenes Leben ausüben, Einfluss auf ihre Emotionen nehmen.
Doch erinnern wir uns, wir befinden uns niemals außerhalb von uns. Alles, was wir sehen befindet sich immer innerhalb von uns.
Es ist unser ganzes Haus und wir haben uns dazu entschieden es gemeinsam miteinander zu erzeugen.
Wenn wir uns wünschen unsere eigene Macht jemand anderen zu geben, um anzunehmen, das ihre projezierte Realität eine größere Gültigkeit besitzt, als unsere eigene, welche man selber bevorzugt, so sei es dann. Doch all das kommt durch uns selbst und ist eine Eigenverurteilung und unsere Möglichkeit uns daran zu erinnern, das wir uns selber nicht so schroff und hart über uns urteilen brauchen.
Manche Menschen fühlen sich unglücklich mit solch einer Situation, wenn sie es aus diese Art und Weise betrachten, doch darf man sich aus dieser Perspektive durchaus fragen. Wenn sie unglücklich damit sind, sind sie unglücklich mit sich selber. So ist die Frage, warum? Warum mag man zum Beispiel bestimmte Menschen überhaupt nicht? Haben sie vielleicht Dinge erkannt, welche man selber in sich selbst nicht mag?

Erinnern wir uns daran, solange wir uns dazu entscheiden die individuelle Methode des lernen von anderen zu verurteilen, so wie sie sich dazu entschieden haben zu lernen, zu erfahren, so bringen wir uns selber in die gleiche Methode des lernens und werden zu dieser Schwingung, zu dieser Frequenz. Der Spruch, Richte nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet, bedeutet keinesfalls, das man von jemand anderen gerichtet oder verurteilt wird. Es bedeutet, das wenn man sich in die Schwingung begibt, indem man den Weg eines Individuums für ungültig erklärt, erklärt man sich selbst für ungültig. Man fügt sich selbst sofort zu diese Art von Situation hinzu und empfindet die selbe Schwingung, die selbe Frequenz.

Einfach dadurch, das wir erkennen zu wissen, was wir bevorzugen und das, was wir um uns herum sehen lediglich eine Observation dessen ist, was andere für sich selbst gewählt haben, erlaubt uns dies zu wissen, das weil wir es beobachten können, es keinen Einfluss auf die Schwingung hat, welche man für sich selbst gewählt hat, bis man sich dazu entschließt das es einen Einfluss hat und diese Situation somit für sich selber erzeugt.
Man kann die Schwingung, die Realität eines anderen nur dann erfahren, wenn man sich seine eigene Version davon schafft. Das ist die einzige Möglichkeit, wie man überhaupt irgendetwas erfahren kann, indem man sich zu erst dafür entscheidet es für sich selbst zu erschaffen, indem man zur selben Idee wird. Und das ist, was man dann fühlt, weil man es verurteilt.

Wenn man keine Freude daran hat, dann darf man die Schwingung nicht als etwas sehen, was mit der eigenen Realität zu tun hat. Oft nimmt man an, das etwas genießen oder nicht zu genießen etwas ist, worüber man keine Kontrolle hat. Aber man wählt selber seinen Blickwinkel.
Untersuchen wir mal die Unterschiede von Urteilen/Verurteilen und den eigenen Vortlieben.

Urteilen/Verurteilungen beschreibt das entkräftigen von dem, was man nicht bevorzugt. Man erklärt es für unwirksam, ungültig.
Vorliebe ist einfach die Erinnerung an das, was für einem selber wahr ist, indem man diese Schwingung ist, lebt und es zulässt, das alle anderen Entscheidungen gleichgestellt sind.
Dadurch erlaubt man sich selbst die Erfahrung und Unterstützung von all dem, was ist durch das Einräumen des Rechtes zu fühlen, wie man es tut innerhalb der Schwingung, welche man für sich selbst, als sich selbst beschrieben und definiert hat.
Man wird niemals die Folgen von den Entscheidungen anderer fühlen. Nur, wenn man sich selber an diese fügt, sich mit ihnen identifiziert und diese Schwingung für einem selbst erzeugt. Das ist die einzige Möglichkeit einen Mangel an Freude zu erzeugen und zu erfahren, indem man sich diese Schwingung selber schafft und sich darin selber sieht.
Nur, weil jemand dieses oder jenes tut, heißt das keinesfalls, das man dieses fühlen braucht.
So ist es immer unsere Entscheidung, wie und was wir fühlen, ob irgendetwas einen Einfluss auf uns hat, oder nicht, einfach indem wir uns selber dazu entscheiden dies für uns zu schaffen, oder nicht.