72. Zurück zum Ursprung, der unendlichen, liebenden Schöpfung

Zunächst stellt sich die Frage, wer, was oder wo ist denn der Ursprung und was ist die Schöpfung?
Obwohl es durchaus bereits etliche Gedanken zu diesem Thema gibt, unter anderem auf der Suche nach dem göttlichem, nach Gott/Göttin, Schöper in Ein, wie auch Mehrzahl und wo diese zu finden sind.
Wenn man nur kurz auf diese Fragen eingeht, lassen sich diese sehr schnell/leicht beantworten.
Auf die Frage, was ist der Ursprung, gibt es keine reale Antwort, da es keinen Ursprung gibt. Auf menschlicher Ebene kann man sich dies kaum vorstellen, zumal man von klein auf darauf konditioniert wurde, das alles einen Anfang, wie auch ein Ende hat, das es irgendwo, irgendwann begonnen hat und irgendwo, irgendwann enden wird. Es wird sich als zeitliche Linie, zeitlicher Ablauf vorgestellt, welchen jeder einzelne für sich definiert.
Setzt man hier einen Punkt und nennt ihn Anfang, so stellt sich automatisch die Frage, was war davor? Und setzt man dort einen Punkt und nennt ihn Ende, so stellt sich ebenso die Frage, was kommt/ist danach?
So kann man sich durchaus Momente der “Zeit” nehmen und sie für sich als Anfang oder Ende oder Ursprung definieren, doch wird dies immer nur ein Anhaltspunkt sein, um sich ein kleines Bild von dem zu machen, was man für sich glaubt, wo alles begonnen hat, doch wird man diesen Punkt niemals finden oder festlegen können.

So landet man wieder beim Thema Zeit, welche in dem Sinn nicht existiert.
Wir nehmen es durchaus als Ablauf von Ereignissen wahr, welche scheinbar alle miteinander zusammenhängen, jedoch auf eine Art und Weise völlig unabhängig voneinander sind und lediglich dem Augenschein nach einen Sinn, wie einen Ablauf darstellen, aufgrund der Ähnlichkeit, doch ist jeder dieser Momente ein und der selbe Moment, den wir einfach nur von einem anderen Blickwinkel aus betrachten.
Zeit entsteht durch Trennung von allem, was ist.
Erst durch die Trennung entsteht Raum für Zeit.
Zeit und Raum ist das Produkt der Dualität bzw. Triangulität.
Vielleicht kennt der eine oder andere das Bild mit der Vase und den zwei Gesichtern. Der eine wird eine Vase darauf erkennen, der andere zwei Gesichter, doch wenn man die eigene Perspektive verändert, den eigenen Blickwinkel, so wird man das andere erkennen können und wissen, das das, was wir sehen selten das ist, was es zu sein scheint.

Sozusagen gibt es keinen Ursprung und gab nie einen, denn die Schöpfung ist immer, war immer und wird immer sein, denn die Schöpfung ist das Leben selbst. Leben wird immer sein, auf welche Art und Weise auch immer, es hat nicht irgendwann begonnen, es existierte schon immer.
Das Leben selbst hat auch nur einen einzigen Zweck. Zu leben/existieren. Das Leben weiß nicht, wie es aufhören kann zu leben, sonst wäre es kein Leben, keine Schöpfung, sondern Nichtexistenz.

Was ist also die Schöpfung? Auch diese Frage lässt sich nur bedingt beantworten, da man sich das ganze Ausmaß, was es alles bedeutet und auch beinhaltet menschlich gesehen kaum vorstellen kann.
Kurz gesagt, die Schöpfung, der Schöpfer, die Schöpfer ist/sind das Leben selbst, die Existenz, alles was ist.
Das beinhaltet wirklich ohne Ausnahme alles, was je existierte, was existiert und was je existieren wird.
Ohne Ausnahme, jedes Leben, jedes Wesen, jedes Wort, jeder Gedanke, jede Bewegung, jede Realität, jeder Glaube, jede Religion, jeder Feiertag, jeder Geburtstag, jedes Gesetz, jeder Traum, jeder Raum, jede Zeit, jeder Augenblick, jede Dimension, jede Fantasie, jedes gute, jedes schlechte, jedes Positive, jedes Negative, einfach alles, alles, alles, alles. All das ist real und besitzt Gültigkeit, wie auch Richtigkeit, da all das bereits Teil des ganzen ist. So ist jeder Traum real, jede Vorstellung, jede Fantasie ist real, jeder Gedanke ist real.
Das bedeutet jedoch nicht, das andere genau den selben Gedanken oder die selbe Vorstellung erfahren.
Doch nur weil man als einziger Mensch einen Gedanken hat, ein Bild, einen Traum, eine Erfahrung, so macht das diese keinesfalls weniger Real als die Erfahrung, welche viele für sich gemeinsam schöpfen.
Wenn jemand zum Beispiel sagt, er oder sie könne mit Pflanzen oder anderen Wesen reden, oder Feen und Elfen sehen, bedeutet das nicht, das es gelogen wäre, bloß weil es kein Bestandteil der eigenen Realität wäre. Für die Menschen, welche das für sich erfahren ist es real und keine Fiktion, keine Fantasie, keine Einbildung.

So gibt es sehr viele Beschreibungen oder auch Namen für die Schöpfung selbst und alle sind sie gültig, denn der Schöpfung selber ist es egal, wie man sie nennt, ob Ostern, Weihnachten, Buddhist, Hindu, Islamist, Christ, wie auch immer, es spielt keine Rolle, solange es die eigene Beziehung zur Schöpfung repräsentiert, so hat jede Bezeichnung seine Richtig und auch Gültigkeit.
In einigen Religionen wird nicht umsonst gesagt, das man sich von Gott kein Bildnis machen soll, einfach aus dem Grund, das Gott, das Göttliche viele Farben, viele Facetten, viele Formen und auch viele Namen hat und alle richtig sind. Würde jemand ein Bild von Gott zeichnen und behaupten, das wäre nun Gott, würde es häufig nur zu Streit führen, da einige dies so übernehmen würden und andere dies für sich ablehnen würden, einfach weil sie eine andere Vorstellung davon haben.
Und doch besitzt die Vorstellung vom Göttlichen des einzelnen und jeden anderen immer seine Richtig und Gültigkeit, denn es kann nichts außerhalb der Schöpfung existieren oder getrennt von ihr sein.
Deshalb ist auch jede Feier, jedes Ritual, jede Zeremonie, welche wir Zelebrieren immer eine Zelebrierung der Schöpfung, des Lebens selbst.
Das ist auch das schöne und auch paradoxe an der Schöpfung, sich selber als einzigartiges, individuelles Wesen aus einem bestimmten Blickwinkel, getrennt von allem zu erfahren und gleichzeitig sich selber als ganzes, Einheitliches zu erfahren.
So ist alles, was wir erfahren unsere eigene Schöpfung, unser eigenes Universum, welches wir für uns geschaffen haben.
Wenn wir uns also in einer Situation befinden, welche uns nicht gefällt, so können wir uns sicher sein, das wir diese für einen bestimmten Zweck manifestiert haben. Das diese Situation im Grunde genau zeigt, woran wir glauben, wie unsere eigene Glaubensstruktur aufgebaut ist, das es exakt das ist, was in uns ist und wir in unser Leben gezogen haben, was nur von uns selber kommt und von niemanden sonst.
Gehe ich nun davon aus, das zum Beispiel eine Person zu uns kommt und uns von Dingen berichtet, wie Chemtrails, Regierungen, welche die Bevölkerung versklaven und Lebensmittel vollgestopft werden mit giftigen Substanzen, dann kann man im Grunde sagen, das man sich selber eine Situation, eine Person geschaffen hat bzw. in sein Leben gezogen hat, damit sie einem davon erzählt, um uns zu zeigen, das ist das, woran wir glauben, das ist das, was in uns ist.
So könnte uns diese Person auch erzählen, das es besser wäre diese ode jenes Lebensmittel zu meiden und nur noch jene Lebensmittel essen, damit wir nicht vergiftet werden, auch das ist Teil dessen, was in unserem Glauben ist, was sich für uns manifestiert.
Nun haben wir aber die Wahl. Wir können uns entscheiden der Empfehlung nachzukommen, oder wir verändern einfach unseren Glauben.
Wir sind die Schöpfer und es liegt zu einhundert Prozent in unserer eigenen Hand, welchen Weg wir gehen werden, wofür wir uns entscheiden werden. Wir können uns für alles entscheiden, brauchen es aber nicht, es ist kein Zwang, kein Muss, wir haben die Wahl und können dies für uns nutzen, oder es alles so lassen, wie es ist, doch diese Entscheidung trifft jeder für sich selber, da jeder für sich selber in seinem eigenem für sich selbst geschaffenem Universum lebt.

Dies mag für den einen oder anderen nun unwirklich klingen und man wird eventuell schwierigkeiten damit haben es sich vorzustellen, da die eigene Realität so lange Zeit so stabil und undurchdringlich schien und man selber nur sehr wenig Einfluss darauf hatte, was geschieht, außer wenn man kämpft und sich durchsetzen würde. So klingt es vielleicht wie ein Traum. Doch so ist unsere Realität strukturiert, sie ist ein Traum und die Erfahrung dieses Traumes ist real, wie jeder andere Traum, welchen wir erfahren und doch können wir immer sehr großen Einfluss auf unsere Träume nehmen, wenn wir uns dessen nur bewusst werden.
Vielleicht erinnern wir uns an unsere Kindheit, als wir von einem Albtraum aufgewacht sind und unsere Eltern uns erzählt haben, das es doch unser Traum sei und wir diesen nach belieben für uns gestalten können.
Wer dies für sich getan hat, hat durchaus auch gemerkt, das es zu einhundert Prozent funktioniert.
Wenn wir größeren Einfluss auf unsere Realität ausüben möchten, brauchen wir lediglich unsere eigene Realität als ein Traum zu sehen, als eine Reflexion, als ein Spiegel dessen, was man selber ist. Fängt man an sich selber zu erkennen, eigene Gedanken, eigene Glaubensstrukturen, so können wir diese nun nach belieben verändern.
Um unsere Realität zu verändern brauchen wir niemand anderen dazu zu zwingen uns zu glauben oder sich unserem Glauben anzupassen. Wir brauchen lediglich unsere eigene Gedanken, unseren eigenen Glauben zu verändern und dann nach unserem neuen Glauben zu handeln. Mehr ist dafür nicht notwendig.