58. Neutralität, der Schlüssel zu innerem Frieden

Wahre Neutralität ist der Schlüssel zu innerem Frieden, Freude, Freiheit und
Glückseligkeit.
Neutralität bedeutet, das wir aufhören all das, was sich um uns herum befindet zu
bewerten oder zu be bzw. verurteilen.

So bedeutet dies auch damit aufzuhören das eigene Tun und Handeln zu rechtfertigen,
warum man etwas tut oder warum man dieses oder jenes macht.
Ich bin glücklich, weil das Leben schön ist.
Das ist bereits eine Bewertung. Es hört somit auf neutral zu sein, in diesem Sinne.
Das Leben ist jedoch vollkommen neutral, denn es ist einfach.
Es bedeutet demnach auch keine Emotionen mehr mit Situationen zu verknüpfen. Keine Erwartungen an etwas stellen. Damit aufhören sich wegen oder für etwas zu
freuen, oder wegen bzw. für etwas traurig sein.
In solchen Momenten bewertet man die Situation mit Emotionen. Man verknüpft
eine Situation mit einer Emotion und bewertet diese als positiv oder negativ mit der Emotion.
Man macht zum Beispiel die Freude, das Glück von der Situation abhängig, so das man nur unter diesen oder jenen Bedingungen glücklich sein kann. Das man sich lediglich unter diesen Bedingungen frei fühlen kann. Man macht die Situation zur Bedingung der Emotionen und hört augenblicklich auf bedingungslos zu sein.
Kurz gesagt, man empfindet mit einer Bedingung. Man könnte gleichermaßen
sagen, man liebt mit einer Bedingung.
Bedingungslos zu leben, zu lieben, zu fühlen bedeutet all diese Emotionen frei
fließen zu lassen. So entsteht auch keine Abhängigkeit von Situationsbedingten
Emotionen, wie Glück, Freude, Wut, Trauer, Hass, usw.
Wenn ein Gegenüber so zum Beispiel probiert uns zu beleidigen, sind wir durchaus in der Lage diesem Menschen ohne Zorn gegenüberzustehen und können auch erkennen, das die Wut und der Zorn des Gegenüber ein Schmerz ist, welchen der Gegenüber fühlt.

Das ist eine Art des Gegenüber nach Hilfe zu rufen. Ein Hilfeschrei, welcher folgendes Aussagt: "Ich leide. Und ich möchte, das es alle wissen. Deshalb lasse ich alle daran teilhaben."
So können wir unser Gegenüber verstehen, erkennen, das ein Schmerz in diesem Menschen vorhanden ist und können tatsächlich helfen das Leiden des Menschen
zu verringern. Lässt man sich jedoch provozieren, nimmt man den Schmerz des
Gegenübers an und macht diesen zum eigenem Schmerz, zur eigenen Kränkung. Man schafft mehr Leid, indem man Blind für den Schmerz des Gegenübers ist. Man sieht lediglich den eigenen Schmerz, das eigene gekränkte Ego und weniger die verletzte Seele des Gegenübers. Man kann es vielleicht so beschreiben. Der Zorn, die Wut, die
Provokationen sind ein Geschenk und man hat die Möglichkeit dieses anzunehmen oder abzulehnen. Lehnt man dieses ab, bleibt es beim Schenkenden. Nimmt man es an, geht dieses Geschenk auch zu einem selbst.

Man darf sich gerne selber analysieren, weshalb man sich zum Beispiel angegriffen
fühlt, wenn jemand versucht zu provozieren.
Wenn ich zum Beispiel zu einer Mutter sage, sie wäre ja eine ganz schöne Rabenmutter, kann ich mir gut vorstellen, das sich viele Mütter hierbei beleidigt
fühlen. Doch die Frage ist, warum? Oder wenn ich jemanden als Sau oder Schwein
betitel, oder als Ziege oder Kuh, verknüpfen viele Menschen dieses als
Bedingung zur Emotion, meist mit einer negativen Emotion, völlig gleich ob ich es
positiv oder negativ oder sogar völlig neutrag gemeint hab, in den meisten Fällen
wird es als etwas negatives aufgefasst.
Dabei sind Raben sehr führsorgliche Eltern, weshalb ich häufig darüber nachgedacht habe, warum viele Menschen dieses mit dem Gefühl verknüpfen das Rabeneltern schlechte Eltern wären. Oder bei Ziege oder Kuh, oder Schwein oder Sau, häufig kommt hier das Bild eines dummen dreckigen Menschen, oder jemand der viel
meckert. Doch warum glaubt man, das die Tiere dumm und dreckig sind und meckern
würden?

Wenn wir ehrlich sind, sagt es sehr viel über uns selber aus, wie wir zu diesen
Tieren stehen, wenn wir uns bei der Benennung solcher beleidigt fühlen. Wenn
man mich als Schwein betiteln würde und ich mich beleidigt fühlen würde, weil ich
denke Schweine sind dreckige grunzende Wesen ohne Benehmen, glaube ich natürlich
auch das man mir mit diesem Titel sagen möchte, ich wäre ein dreckiges grunzendes
Wesen ohne Benehmen.

Doch zeigt es ganz klar, von welcher Perspektive ich aus dieses Tier wahrnehme. Es wäre mir in diesem Moment unmöglich zu erkennen, das Schweine sehr saubere und auch intelligente Tiere sind. Doch wenn ich Schweine generell als intelligente, saubere Tiere erkenne, würde ich mich niemals beleidigt fühlen, könnte mich eher
für dieses Kompliment sogar freuen, was durchaus für Verwirrung beim Gegenüber
sorgen könnte.

Wenn wir das Bild von dreckigen Schweinen im Kopf haben, liegt dies durchaus daran, das solche Tiere selten artgerecht gehalten werden, man sich nur wenig um diese Tiere tatsächlich kümmert.
Fragen wir uns selber, wenn wir mit 30 Menschen in einem 10qm kleinen Raum
gesperrt werden, wo weder Toilette, noch Waschbecken, oder Bett steht, ein
vollkommen leerer Raum, in dem wir vom Fußboden essen dürfen, dann darf man sich natürlich gerne fragen, wo landen die Exkremente? Wo schlafen wir?
Natürlich kann man sich nun sehr gut vorstellen, das wir genauso in unseren
Hinterlassenschaften schlafen würden und auch aus ihnen essen würden, wenn wir so
leben würden.
Es gibt aber auch viele Schweine, welche wie auch Hühner draußen, im freien gehalten werden. Diese sind keinesfalls dreckig oder stinken, sie leben artgerecht.

Doch kann es durchaus auch passieren, das einige Schweine sich im Schlamm welzen. Dies hat einen ganz bestimmten Grund. Der Schlamm ist für die Haut des Schweines eine Art von Reinigung.
Man könnte genauso gut auch fragen, warum manche Menschen beim Kosmetiker sich Schlammpackungen ins Gesicht kleistern lassen, oder gar ganze Schlammbäder
nehmen.
Weil sie einfach wissen, das es gut für die Haut ist.
Im Grunde zeigt es ganz klar, das man Tiere oft als minderwertig betrachtet, das
man sie respektlos von oben herab betrachtet und glaubt man würde über ihnen stehen.
Dies ist natürlich auch ein Grund, weshalb so viele Menschen in der Lage sind
Tiere zu quälen. Weil diese in dem Sinne für die Menschen ein leichtes Opfer
darstellen.

Ich bin mir durchaus bewusst, das einige Menschen bei solchen Gedanken
zurückschrecken, denn es gleicht einer völligen Emotionslosigkeit, Gleichgültigkeit und sie möchten sich an den Dingen des Lebens erfreuen, sich daran festklammern und ketten.
So wurden wir seit unserer Geburt daraufhin konditioniert unsere Wahrnehmung
mit unseren Gedanken und Empfindungen zu verknüpfen, alles zu bewerten, allem einem Wert zuschreiben und das ist das, was wir heute tun, so fürchten sich viele davor sich davon zu lösen, da sie glauben sie wären dann nur Maschinen, eine
empfindungslose Intelligenz, doch das Gegenteil ist der Fall.

Wenn wir lachen möchten, lachen wir. Wenn wir weinen möchten, weinen wir. Wenn wir lieben, lieben wir. Wir tun all die Dinge, ohne irgendeinen Grund, da wir keinen
Grund oder Rechtfertigung für unser tun und Handeln benötigen.
Benötigt man einen Grund, um glücklich zu sein? Verknüpft man seine Glückseligkeit
an einen Grund, so ist diese von diesem Abhängig, so wird man nur durch diesen
einen Grund das Glück empfinden.

Ich lieben euch.
Gibt es für mich dafür einen Grund?
Nein.
Ich liebe euch. Ich bin Liebe. Ich bin diese Energie, welche diese Liebe repräsentiert. Ich bin bei euch. So wie ihr mir seid.