37. Veränderung des Fokus

Ein gewisser Teil der Menschheit ist auf irgendetwas fokussiert. Häufig ist das
auch der Fall, ohne das sich dessen jemand bewusst ist. Man definiert, bewertet und
beurteilt die Dinge oder Situationen nach dem eigenem Glauben und Blickwinkel, aus
dem man es betrachtet.

Ein gutes Beispiel hierfür ist das Geld.
Dieser Fokus ist bei vielen vorhanden, ohne das sie sich dessen bewusst sind. Sie
beurteilen und definieren ihr eigenes Leben anhand von Geld, machen ihr Leben
und auch ihr überleben davon abhängig.
So kommen dann Glauben und Sätze Zustände wie: "Man braucht einen Job, um Geld zu bekommen und das Geld braucht man zum Leben, um sich tolle Dinge leisten zu
können, um die Rechnungen bezahlen zu können, um es schön warm zu haben, da man die Heizkosten bezahlen kann und vor allem, um sich auch Lebensmittel kaufen zu können.

Ebenso wird einem gerne eingetrichtert, das wenn man besonders fleißig ist, das man sogar noch mehr Geld bekommt und sich dann auch Luxusgüter gönnen kann, wie ein tolles großes Haus mit Garten, ein schnelles Auto, und und und. Man baut sein ganzes Leben auf Geld auf, macht es regelrecht abhängig davon, das man glaubt, das ohne Geld die Erde aufhört sich zu drehen.

Man kann sich nicht mehr vorstellen, wie ein Leben ohne Geld möglich ist, denn dann
entstehen Fragen wie: "Aber wie willst du dir das leisten, womit, wovon, wie willst
du dir das finanzieren, wo soll es denn alles herkommen.
Wer kennt all diese Sätze?
Nehmen wir mal den Fokus vom Geld und betrachten dieses mit einem gewissen
Abstand.

Schnell stellt sich die Frage: Was genau ist Geld eigentlich?
Papier mit Zahlen drauf gedruckt. Oder im Falle von Konten sind es virtuelle,
imaginäre Zahlen. Es zählt als Zahlungsmittel, ist jedoch lediglich ein Tauschmittel. die einfachste Bezeichnung wäre auch Schuldschein. Gleiches gilt auch für Checks.
Wenn man heutzutage etwas kauft, tut man dies mit Geld. Dieses sogenannte Geld ist einfach nur ein Schuldversprechen, das man es gegen etwas von exakt diesem Wert eintauschen kann. Also ist es im Grunde lediglich ein Versprechen, aber nichts vom tatsächlichen, greifbarem Wert oder Nutzen. Wenn man also für etwa 10€ Lebensmittel in einem Geschäft kauft, dann tauscht man diese lediglich mit dem Versprechen, das der Verkäufer diese Schuldscheine woanders auch gegen Waren eintauschen kann.
Im Grunde gibt man ein Versprechen ab, das man materiellen Besitz in diesem Wert hat und es gegen andere Dinge eintauschen kann.
Sogesehen ist das gesamte Finanzsystem lediglich ein Schuldsystem, in dem man Schuldscheine sammeln kann und diese gegen Waren und Dienstleistungen eintauschen kann, so das jemand anderes diese wieder eintauschen kann Auch könnte man sagen, man tauscht Gefälligkeiten ein. Genau genommen sind diese vollkommen wertlos.

Betrachtet man es aus diesem Blickwinkel, stellt sich schnell die Frage, warum viele
Menschen so versessen auf Zahlen sind, die sie irgendwo lesen und glauben zu
besitzen?

Inwieweit helfen diese Zahlen denn tatsächlich das zu tun, was man tut? Würde
man es nicht mehr tun können, nur weil es keine Zahlen mehr gäbe? Würde man damit aufhören Dinge bauen zu können, wenn es keine Zahlen mehr gäbe? Würde man keine Lebensmittel oder Getränke mehr herstellen oder zubereiten können, wenn diese Zahlen aufhören zu sein?

All das funktioniert auch ohne Geld, jedoch hat sich der Mensch durch und mit
dem Geld eine gewisse Grenze geschaffen, welche man nur schwer überschreiten kann, aus Angst. Oft aus Angst alleine da zu stehen mit dem Glauben, wobei doch im
Grunde alle das gleiche wollen.

Gleiches Beispiel mit dem Thema Religion.
Menschen betrachten dieses Thema mit dem Glauben an die Dinge, die sie darüber zu
wissen glauben. Sie bewerten diese. So haben sie ihren Blickwinkel und auch
gleich ihre Meinung zu irgendeiner Religion. Dadurch kommen Sätze Zustände
wie der Islam bringt den Krieg. Oder Kriege entstehen durch Religionen.

Nehmen wir den Fokus von der Religion, erkennt man schnell, das keine Religion
ein Problem mit den Menschen hat, sondern die Menschen aufgrund der von Ihrer aus
definierten Betrachtungsweise der Dinge Probleme mit den Religionen haben.

Durch das definieren und somit positionieren der Dinge legt man etwas fest, man
kategorisiert es, steckt es in eine Schublade, man macht aus etwas neutralem
etwas positives oder etwas negatives, je nach Betrachtungsweise des einzelnen.

Aber gerade diese Betrachtungsweisen, da man es bewertet schaffen diese Probleme
und ebenso auch religiöse Fanatiker, welche ihre und auch andere Religionen
bewerten, indem sie sagen, meine Religion ist die beste überhaupt und ich will das
die Menschen das erkennen, notfalls mit allen Mitteln. Solche Menschen besitzen jedoch kein Vertrauen in ihre eigene Religion und begehen durch inneren Zweifel Taten, welche dazu dient anderen Menschen ihren Glauben anzunehmen, um jenen ein Gefühl zu geben, das ihre Religion doch richtig ist.

Wenn man aber bedenkt, das selbst bei christlichen Religionen fanatische
Menschen sind, wie in Teilen von Amerika, deren Einwohner so religiös sind, das sie
zum Beispiel homosexuelle Menschen töten, verachten und steinigen, so wäre der
christliche Glaube keinesfalls besser als irgendein anderer Glaube, jedoch hängt
dies weniger mit der Religion zusammen, sondern mit den einzelnen Menschen, wie
diese Menschen die Religionen für sich definieren.

Die Religion selber ist vollkommen Wertungsfrei und neutral.
Die Medien, und auch unsere Regierungen verstehen es sehr gut gewisse Szenen zu
inszenieren und verschiedene Versionen der Dinge zu bringen, so das für jeden etwas
dabei ist, worauf man sich fokussieren kann.

Nehmen wir Abstand von dem, um tief in uns zu gehen. Suchen wir den Frieden in uns, damit er sich nach außen hin manifestieren kann. Hören wir auf die Dinge zu
definieren und zu positionieren, welche wir erleben, denn sie werden für uns immer
etwas positives oder etwas negatives sein, wobei sie IMMER Neutral sind.

Was der eine als positiv erkennt, sieht der andere für sich als negativ, ausgehend davon wie jeder es für sich betrachtet, darüber denkt und anhand der eigenen Erfahrungen damit umgeht. So kann etwas neutrales als positiv und negativ betrachtet werden und dennoch immer etwas neutrales sein.

Es ist unsere eigene Entscheidung, ob wir kämpfen möchten und dadurch immer Krieg erfahren werden, oder ob wir Frieden möchten und diesen dann ebenso erfahren werden. In uns.
Es geht hierbei keinesfalls darum alle anderen zum Frieden zu bewegen, sondern
nur sich selbst, da man selber nur über sich entscheiden kann.
Was man wahr nimmt, ist eine Reflexion des eigenen selbst. Manifestiert durch den
Glauben, die Gedanken, das tun und Handeln.
Wenn man in den Spiegel schaut und einem das Bild nicht gefällt, geht man
auch nicht zum Spiegelbild und versucht es
zu verändern. Man verändert sich und die Reflexion wird sich manifestieren.

Darum wäre es Sinnlos abzuwarten, das andere dies für uns tun, denn nur wir
selber können für uns unsere Realität bestimmen und nur wir werden dies auch für
uns wahr nehmen.