28. Alles ist neutral

Alles ist Energie und diese ist weder positiv, noch negativ, sie ist von Natur
aus immer neutral. Das, was wir als gut, böse, richtig, falsch, positiv, negativ
erkennen ist lediglich eine Interpretation von dem, was jeder einzelne ist, was jeder
einzelne darstellt.

Das, was wir als gut oder schlecht empfinden sind von Grund auf Schwingungen, eine Frequenz, welche wir definieren, um sie zu differenzieren.

Positiv ist für uns lediglich eine Schwingung, eine Frequenz, eine harmonische Melodie, während Negativ die Schwingung, Frequenz, die Melodie ist, welche unsere positive Schwingung stört. Wie Kreise auf dem Wasser, welche durch andere Bewegungen gestört werden.

Das verhält sich natürlich in beide Richtungen so. Für jene, die sich selber als gut
bezeichnen, erkennen das, was anders als sie selber schwingt als Störung, so
empfinden sie es als etwas schlechtes und jene, die in ihren Augen so schwingen
seien schlechte Menschen. Doch jene, die für andere als böse, als negativ empfunden
werden, empfinden sich selber als gut und jene anderen als schlecht.
Beide Seiten besitzen eine eigene Interpretation für eine harmonische Frequenz und eine Störung dieser.

Das eigentliche Ziel jedoch ist es all diese Frequenzen, welche scheinbar
inkompatibel zueinander stehen zu einer neuen, harmonischen Frequenz zufammen zu
führen.
Jeder Mensch spielt ein Ton, wenn zwei Töne von zwei verschiedenen Menschen zusammen kommen, ergibt sich ein vollkommen neuer, dritter Ton. Dies ist zum Beispiel, wie eine gemeinsame kooperative Realität geschaffen wird.
Eigentlich kennt man seinen Ton und weiß natürlich, welche Realität sich dadurch manifestiert, doch durch den zweiten Ton entsteht ein völlig neuer und beide sehen eine für sie noch völlig unbekannte Realität und fragen sich, wer diese wohl geschaffen hat.

Das Definieren als gut oder schlecht bezeichnet hierbei die Ablehnung sich mit
dieser Frequenz zu verbinden.Man kann es so zum Beispiel als Ton auf
einem Instrument sehen, wie zum Beispiel einem Klavir, einer Harfe, einer Laute,
Gitarre, was auch immer. Jeder Mensch stellt einen eigenen, einzigartigen Ton
dar. Und gerade weil sich jeder Mensch als eigenen Ton erkennt, empfindet jeder für
sich der schönste Ton zu sein, den es gibt, während alle anderen weniger schöne
Töne machen.

Doch seien wir mal ehrlich, wem würde ein Gitarrenstück gefallen, in dem lediglich
nur ein Ton gespielt wird, während man lediglich an der selben Saite zupft?
Erst durch die Verbindung mehrerer Töne, Saiten, durch die verlängerung und
verkürzung der Saiten entstehen wunderbare Melodien.

So etwas lässt sich unter anderem dadurch erreichen, indem man erkennt, das es weder böse, noch gut gibt, indem man aufhört alles verurteilen zu wollen, indem man den Verstand, das eigene Ego ablegt und die Dinge, vor allem aber auch sich selber als das akzeptiert, was man ist.
Leben.

Ein Ton in einer wunderbaren Melodie.
Wenn wir aufhören darüber nachzudenken, zu hinterfragen, warum es so ist, nach keinem höherem Sinn hinter allem suchen, sondern es so zu nehmen, wie es ist, können wir diese wunderbare Melodie selber spielen.

Würden wir anfangen die Liebe zu definieren, sie zu rationalisieren, sie logisch erklären, würden wir jegliche Emotionen darin verlieren und sie nur nach
einem Mittel zum Zweck der Fortpflanzung sehen. Wir wären unfähig zu erkennen, was sie tatsächlich ist.

Das größte Geschenk, welches wir bekommen und geben können.
Doch ist hierbei Vorsicht geboten. Liebe wird nur allzu gerne von vielen Menschen
falsch interpretiert, wenn sich der Verstand einschaltet und das Ego vorgibt
jemanden zu lieben und man anfängt Besitzansprüche zu hegen. Doch die Liebe
ist frei.

Gleiches gilt für richtig oder falsch, es sind lediglich Interpretationen von dem,
was man für sich selber als richtig oder falsch erkennt. Das was ich für mich als
richtig oder falsch erkenne, gilt nur für mich.
Das was jemand anderes für richtig oder falsch erkennt, gilt nur für diese
Person.
Es gibt weder eine allgemeingültige Wahrheit, noch eine allgemeingültige Lüge.
Doch was ist wirklich das richtige für uns, ohne das Ego, den Verstand mit einzubeziehen, welches schlichtweg nur dem Verlangen folgt.

Fragen wir unser Herz, was für uns richtig oder falsch ist, wir werden es
fühlen, denn die Antwort finden wir immer nur in uns selber, in unserem Herzen.
Hören wir auf unser Herz, vertrauen wir unserer Intuition, wenn unser Herz sagt,
dieses oder jenes ist gut für uns, folgen wir dem, wenn unser Herz nein sagt und es
sich unschön anfühlt, halten wir Abstand davon. Vertrauen wir dabei einfach unserem
Herzen.