11. Kontrollzwang

Viele Menschen haben den Drang danach alles kontrollieren zu wollen, denn
Kontrolle gibt ihnen ein Gefühl von Macht und Sicherheit.
Menschen mit einem großen Kontrollzwang, so, wie zum Beispiel ein
Firmenchef seine Mitarbeiter kontrollieren möchte, oder Regierungen die Menschen,
oder aber auch jeder Mensch seinen nächsten kontrollieren möchte, sei es der
Nachbar, der Partner, die Kinder, das Geld, der Arbeitskollege, oder oder oder.
Oft glaubt man, das nur dann inneren Frieden kommt, wenn man die Kontrolle hat
und es tatsächlich bestimmen und lenken, wie auch leiten kann und dem ontrollzwang
ohne Probleme nachgeht.
Man kann sich sicherlich leicht denken, das solche Menschen es tatsächlich schwer
haben glücklich und frei zu leben, da sie von ihren Kontrollzwängen voll und ganz
eingenommen, regelrecht eingesperrt werden.
Nun möchte ich euch näher bringen, wie man mit solchen Situationen am besten umgeht, hauptsächlich all jene, die selber irgendwo gerne über gewisse Dinge die
Kontrolle haben möchten.
Im Grunde ist die Sache ganz einfach.
Wenn man etwas kontrollieren möchte, um das zu bekommen, was man begehrt, so wird man es niemals bekommen. Nie, nie, nie, nie und niemals.
Wenn man versucht eine Situation durch Zwang zu kontrollieren, wird man diese niemals kontrollieren können.
Wahre Kontrolle ist es den Dingen zu erlauben, wie sie sind, in ihrer natürlichen Art und Weise.
Passend hierzu gibt es einen sehr guten Spruch.
Man kann Wasser nur dann in den Händen halten, wenn die Hände offen sind.
Um dies etwas zu konkretisieren, wenn man Wasser in den offenen Handflächen
hält, was geschieht wohl, wenn man den Griff enger macht?
Wenn man versucht das Wasser in den Händen einzuschließen? Es geht verloren und schon sehr bald wird man kein Wasser mehr in den Händen halten.
Doch wenn man die Hände offen hält und dem Wasser erlaubt in seiner natürlichen Form zu bleiben, hat man genau das, was man möchte.
Wenn man versucht das Wasser zu formen und zu biegen in eine Form, in der man es haben möchte oder wie man glaubt, wie es sein sollte, so wird es einem durch die Finger gleiten.
Übersetzt bedeutet das im Grunde, wenn man versucht etwas zu kontrollieren, durch
Zwang, etwas in eine Form zwingt, wie man glaubt, wie es sein sollte, damit es einem
befriedigt, dann hat man in der Sache kein Vertrauen in dem natürlich innewohnenden
Fähigkeiten dir das zu geben, was man benötigt.
Oder anders ausgedrückt, wenn man glaubt, man könnte jemand anderen einen bestimmten Blickwinkel aufzwängen, dann fehlt einem offensichtlich selber der Glaube und das Vertrauen in diesem Blickwinkel.
Erinnern wir uns.
Jedes mal, wenn jemand das Verlangen verspürt einen Blickwinkel auf eine Situation oder einem anderen Individuum aufzuzwingen, dann drücken diese Menschen damit lediglich ihre eigene Machtlosigkeit aus.
Jemand anderen etwas aufzuzwingen ist keinesfalls ein Ausdruck von Macht, es ist ein Ausdruck von Machtlosigkeit, weil man kein Vertrauen und Glauben in diese Sache hat.
Im natürlichem Sein ist man mächtig genug zu schöpfen, was immer man möchte, ohne irgendjemand anderen, oder sich selber dafür schaden zuzufügen, um dies zu
bekommen.
Wahre Macht ist es zu wissen, das man verbunden ist mit der unendlichen
Schöpfung, wahre Macht ist die Bereitschaft für das schwache offen zu sein, denn es ist unendliche stärke, weil Verwundbarkeit ist vollständig offen, die Bereitschaft zu 100% zu vertrauen, das man es verdient zu existieren als das Wesen, was man ist.
Deshalb unterstützt uns das Universum automatisch in unserer Existenz, indem es
automatisch jede Situation, alle Individuen, alle Umstände, was immer notwendig ist zu einem leitet, um die eigene Existenz in einem extatischem Zustand zu erfahren, was unser natürlicher Zustand ist.
So gibt es nichts, was man erzwingen braucht, alles kommt, wenn man es kommen lässt.
Der einzige Grund, weshalb diese Dinge von uns fern bleiben ist, weil wir sie von uns
fern halten, indem wir uns den Dingen gegenüber verschließen. Wenn Wasser das ist, was wir benötigen und vor durst sterben, obwohl das Wasser um uns herum strömt, dann klammert man sich nicht daran und zwingt es die Kehle herunter zu fließen.
Man öffnet die Hände und erlaubt es dem Wasser in die geöffneten Hände zu fließen, um überleben zu können.