03. Verantwortung

Ein weiterer, sehr wichtiger Aspekt,welcher in Richtung Freiheit führt ist es
Verantwortung für das eigene Tun, Denken, Handeln und Empfinden zu übernehmen. Dazu ist es auch wichtig zu wissen, was Verantwortung, und was Schuld ist.
Verantwortung ist das bewusste akzeptieren der eigenen Taten, Gedanken, sowie
Empfindungen. Die Abgabe von Verantwortung beschreibt die bewusste Abgabe der eigenen Taten, Gedanken, sowie Empfindungen, man ist sich dessen bewusst, das hierbei nun andere für einen denken, handeln und empfinden.
Schuld hingegen ist eine Verurteilung und oft das Abstreiten der eigenen Taten,
Handlungen, sowie Empfindungen.
Wenn ich jemanden die Schuld für etwas gebe, habe ich zuvor jemanden die Verantwortung gegeben und verurteile das Empfinden, Handeln und Denken desjenigen, der für mich denkt, handelt und empfindet.
Ich streite es hierbei sogar ab, das ich Verantwortung abgegeben habe.
Wenn ich mir die Schuld für etwas gebe, verurteile ich meine eigenen Taten, Empfindungen, sowie Gedanken.
Heutzutage ist das für viele Menschen fast unmöglich geworden. Nun werden sich sicher einige sagen: "Moment mal, natürlich übernehme ich Verantwortung für das, was ich tue." In den seltensten Fällen ist dies wirklich so, einfach weil einem sehr viel
Verantwortung bereits abgenommen wird, ohne das mich sich dessen tatsächlich
bewusst wird.
Betrachten wir doch einfach mal, wo fängt Verantwortung bereits an?
Stellen wir uns dazu einmal folgende Situation vor.
Ein Gespräch mit einem guten Freund. Doch dieses Gespräch verläuft anders, als
erwartet und wird zu einer Diskussion. Man beginnt heftig zu diskutieren und fängt an
sich zu streiten. Sozusagen eskaliert die ganze Situation und man ist sauer, weil
der Gesprächspartner so sturr und auch ignorant ist. Man fühlt sich mißverstanden
und sagt zum Beispiel: "Deine Ignoranz macht mich wütend!" Nun gibt es natürlich viele Möglichkeiten, wie sich diese Diskussion weiter entwickeln kann, aber gehen wir einmal davon aus, das unser Freund einlenkt und sich entschuldigt. Mit der Aussage, "Deine Ignoranz macht mich wütend!" gibt man bereits die eigene
Verantwortung aus der Hand. Man macht den Gegenüber für das eigene Empfinden die Verantwortung, oder fälschlicherweise Schuld.
Tatsächlich jedoch, hat man sich dazu entschieden wütend zu werden. Man hat
natürlich auch die Wahl gehabt sich zu entspannen, das Gespräch vielleicht
lockerer anzugehen und zu versuchen den anderen zu verstehen.
So gibt man bereits Verantwortung ab.
Doch was ist mit dem Gegenüber? Unser Gesprächspartner fühlt sich natürlich
verantwortlich für diesen Streit, da er glaubt, das sein Freund wegen ihm wütend
geworden ist.
Tatsache ist jedoch, das es ein Mißverständnis ist, zu glauben man hätte Macht über die Gefühle anderer Menschen.
Wenn man sich dessen bewusst ist, kann man solchen Gesprächen anders begegnen. Man ist sich bewusst, das der Gegenüber wütend ist, weil er sich dazu entschieden hat und es hat lediglich etwas mit seiner Entscheidung zu tun, jedoch keinesfalls mit dem, was man selber getan hat. So gibt es keinen Grund sich verantwortlich zu fühlen und kann dem Gegenüber sogar helfen zu erkennen, woher der Zorn kommt, eventuell ihm sogar helfen weniger zu leiden.
Wenn ich mir selber bewusst bin, das wenn ich wütend werde, das dies aus einem Grund geschieht, weshalb ich mich dazu entschieden habe wütend zu werden.
So habe ich die Möglichkeit mich selber besser kennenzulernen, mich selber zu
hinterfragen, warum empfinde ich jetzt wut? Warum empfinde ich kein Verständnis
oder Mitgefühl? Man kommt mit sich selber, mit den Ängsten in Kontakt und ist nun in der Lage diese auf positive Art und Weise umzuwandeln.
So fängt Verantwortung bereits bei den eigenen Empfindungen an.
Achtsamkeit bei dem, was man empfindet und wohin man die Emotionen lenkt und leitet.
Betrachten wir ein weiteres Beispiel, wo wir eventuell noch Verantwortung abgeben.
Ein Beispiel, bei dem sehr viele Menschen momentan noch mit Unverständnis und Angst reagieren. Die sogenannte Krankenkasse oder Versicherungen.
Gehen wir von der Krankenkasse aus, gebe ich durch die Krankenkasse meine
Gesundheit in die Hände der Kassen. Viele Menschen würden nun sagen: "Aber das ist doch wichtig! Was wäre denn wenn du mal krank wirst? Was wäre, wenn du darauf angewiesen bist?" Ein perfektes Beispiel, was zeigt, wie groß die Angst davor, das etwas passieren kann bei den Menschen sein kann. Sie haben angst davor krank zu
werden und werden diesbezüglich natürlich krank, da der Fokus generell darauf liegt
krank werden zu können.
Es wäre von Vorteil, wenn man überhaupt weiß, was eine Krankheit ist und wie bzw.
warum man erkrankt, dazu jedoch später mehr.
Gehen wir von dem Beispiel der Krankenkasse aus. Jemand der bei einer
Krankenkasse gemeldet ist, macht sich keine bzw. kaum Sorgen um seine
Gesundheit, da man ja gut geschützt ist. Und wenn mal etwas sein sollte, geht man
einfach zum Arzt und dieser wird es schon richten. Betrachtet man diese Gedanken
etwas näher, wird man durchaus erkennen, das man unachtsam mit seinem Leben umgeht.
Doch für unsere Gesundheit sind wir selber verantwortlich, kein Arzt, keine
Krankenkasse, nur wir selber. Und nun stellen wir uns einmal vor bei keiner
Krankenkasse gemeldet zu sein. Einige würden sich eventuell von ihrer Angst
leiten lassen und ständig daran denken bloß nicht krank zu werden. Andere werden
vielleicht entspannter sein, jedoch achtsamer auf ihr Leben achten. Achtsamer
mit dem zu sein, was sie tun, vor allem achtsamer mit dem zu sein, wie sie sich
ernähren, was sie essen, wie generell die Lebensweise ist.
Man wird darauf achten, ob und wie häufig man raucht, oder Alkohol trinkt, man wird sich vielleicht sogar mehr mit Kräuterkunde beschäftigen und sein Wissen in dieser Richtung erweitern, und und und. Man lebt bewusster und holt sich seine Lebensmittel vielleicht eher aus der Natur oder vom Bauernhof, als aus dem Supermarkt. Vielleicht baut man auch selber Obst und Gemüse an.

Das nächste Beispiel sind Versicherungen.
Ein gutes Beispiel ist die sogenannte Autoversicherung. Man glaubt, man wäre ja
für den Ernstfall versichert, wenn etwas passieren würde. So kann man sich
entspannt zurück lehnen, da jemand anderes sich um alles kümmern wird. Auch hier hat ein großteil der Menschen Angst davor, das etwas passieren könnte und sie lassen sich von ihrer Angst leiten. Sie geben ihre Verantwortung beim Autofahren den
Versicherungen in die Hände. Doch wenn ich in ein Kfz steige, bin ich dafür
verantwortlich, keine Versicherung. Wenn etwas geschieht, dann weil ich ggf.
unachtsam war, oder aber der andere beteiligte, weil dieser glaubt gut
versichert und geschützt zu sein im Schadensfall.
Wenn ich keine Versicherung besitze und mir bewusst bin, das ich
verantworlich für meine Aktionen bin, dann überlege ich mir, benötige ich das Auto
nun wirklich? Ist es so dringend nun 5Km ins nächste Dort zu fahren, um dort eine
kleinigkeit einkaufen zu gehen? Oder hat das noch Zeit und ich kann es später mit
etwas anderem verbinden?
Man fährt achtsamer, bewusster und vor allem auch umweltbewusster.